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Der Edelstein Smaragd
Smaragd
Smaragd Beryll-Gruppe

Schon seit viertausend Jahren hat der Smaragd die menschliche Phantasie angeregt. In der Antike bauten die Ägypter die Smaragdvorkommen in der Nähe des Roten Meeres ab. Sie sollen eine der Quellen für den unermeßlichen Reichtum der Pharaonen gewesen sein. Die Römer und Phönizier holten Smaragde an der Schneegrenze in den Hohen Tauern bei Habach. Bei den Azteken in Mexiko und den Inkas in Peru fanden die spanischen Eroberer enorme Mengen an Smaragden in den Königlichen Schatzkammern und Tempeln vor. In der Antike galt der Smaragd als Garant für wachsenden Wohlstand. Wenn man seiner oder seinem Liebsten einen Smaragd als Liebespfand verehrte, sollte dieser Stein im Falle eines Treuebruchs seine strahlend grüne Farbe in ein häßliches Braun verwandeln. Nach Ansicht der heiligen Hildegard von Bingen nimmt der Smaragd alles frühe Grün der Natur auf und kristallisiert es in sich als Stoff des Lebens. Smaragd ist ein Glücksstein der Mai-Geborenen. Er soll das Sehvermögen stärken und gegen Schlaflosigkeit helfen. Indem er gegen Versuchung und Verführung schützt, soll er die eheliche Treue bewahren. Smaragd gehört zur Edelsteingruppe der Berylle. Mit seiner intensiv grünen Farbe und seinem Jardin genannten Garten von Einschlüssen ist er der kostbarste Stein dieser Gruppe.

Farbe: smaragdgrün, hellgrün, gelblichgrün, dunkelgrün
Mohshärte: 7,5 -8
Spez- Gewicht: 2,67-2,78
Spaltbarkeit: unvollkommen
Transparen z: durchsichtig bis undurchsichtig
Lichtbrechung: 1,576-1,582
Bruch: kleinmuscheJig, uneben,Spröde
Kristalle: (hexagonal) sechsseitige Prismen, stengelig
Chemie: Alurminium-Beryllium-Silicat

Smaragde entstehen im Zusammenwirken von aufdringendern Magma und metamorphen Gesteinsumwandlungen. Lagerstätten finden wir deshalb in Pegmatitgängen oder in deren Nähe.