Der Edelstein Rubin
Rubin
Rubin Korund-Gruppe

Rubine gelten schon immer als besonders verehrungswürdige Schöpfungen der Natur. Wegen ihrer einzigartigen Farbe und der außergewöhnlichen Seltenheit größerer Exemplare nehmen sie einen der ersten Plätze im Reich der Edelsteine ein. In der bilderreichen Sprache des Orients wurde Rubine »Blutstropfen aus dem Herzen von Mutter Erde« genannt. Bei den Indern heißt der Rubin schon seit alter Zeit »Herr der Edelsteine«. Der Besitz eines Rubins war im alten Orient das alleinige Vorrecht der Könige und Fürsten. Sobald die Kunde von einem besonders schönen Rubin aufkam, wurde dieser mit allen Ehren empfangen, wie bei uns etwa ausländische Staatsbesucher. Rubin ist ein Glücksstein für die Juli-Geborenen. Er stellt mit seiner intensiven roten Farbe ein Sinnbild des blutvollen Lebens dar. Er soll das Herz das stärken und die Liebe ewig bewahren. Weiterhin verleiht er angeblich Kraft, Mut und Tapferkeit und wehrt Feinde ab. Rubin gehört zur Edelsteingruppe der Korunde. Die rote Farbe stammt von Gehalten an Chromoxid.

Farbe: verschieden rot Tönen
Mohshärte: 9 Spez.
Gewicht: 3,97-4,05
Spaltbarkeit: keine
Bruch: kleinmuschelig, uneben, spröde
Kristalle: (trigonal)sechsseitige Prismen
Chemie: Alumiumoxid
Transparenz: undurchsichtig scheinend, durchsichtig
Lichtbrechung: 1,766-1,774
Farbgebende Substanz ist Chrom

Der Rubin hat seinen Namen wegen der roten Farbe (lat, rubens). Er ist um 1800 zusammen mit dem Saphir als zur Korund-Gruppe gehörig erkannt worden. Davor bezeichnete man auch den roten Spinell wie den Granat als Rubin. Einschlüsse sind häufig. Sie bedeuten keine Qualitätsminderung, sondern der Echtheitsnachweis für Naturrubine gegenüber den synthetische Steinen.