Diamant - der König der Edelsteine
Diamant
Ein Diamant ist unvergänglich

Die Griechen nannten den Stein Adamas, den Unbezwingbaren. Davon wurde unser heutiges Wort »Diamant« abgeleitet. Nach indischer Überlieferung stellt dieser Stein die göttliche Vollkommenheit in ihrer höchsten Form dar. Die Buddhisten verehren ihn als Glücksstein und glauben, dass er nur dort vorkommt, wo Buddha seinen Fuß aufgesetzt hat. Die Osmanen erwarteten von ihm bei der Belagerung von Byzanz Mut , Kraft und Ausdauer. Die Araber glaubten, dass er im Kampf und Leben unbesiegbar macht. Ein Brillant ist ein Diamant im Brillantschliff. Dieser Schliff verleiht dem Edelstein diese besondere Brillanz. Der Brillantschliff besteht aus 56 Facetten Die Qualität von Diamanten wird durch die sogenannten 4C bestimmt: Farbe ( color ) , Schliff ( Cut ) , Reinheit ( clarity ), Gewicht ( carat )


Farbgraduierung von Diamanten ( color )

River (blauweiß) - D, E
Top Wesselton (feines Weiß) - F, G
Wesselton (Weiß) - H
Top Crystal (schwach getöntes Weiß) - I, J
Crystal (getöntes Weiß) - K, L
Top Cape (schwach gelblich) - M, N
Cape (gelblich) - O, P
Light Yellow (schwach gelb) - O, R
Yellow (gelb) - S-Z


Gewicht von Diamanten ( carat )

Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. 1 Carat 0,2 g

Steingrößenbeispiele

Durchmesser

Carat

1,1 mm

0,01 ct

2,0 mm

0,03 ct

3,0 mm

0,10 ct



Reinheit von Diamanten ( clarity )

Lupenrein - if 
sehr, sehr kleine Einschlüsse, bei 10 facher Vergrösserung nur sehr schwierig zu erkennen – vvs
sehr kleine Einschlüsse - vs
kleine Einschlüsse,bei 10 facher Vergrösserung leicht zu erkennen,durch das
Oberteil nicht mit bloßem Auge sichtbar -si
Leicht erkennbare Einschlüsse,welche die Brillanz noch nicht beeinträchtigen - P1 (Piqué)
Größere oder zahlreichere Einschlüsse,mit bloßem Auge gut zu erkennen – P2 (Piqué)
Große oder zahlreichen Einschlüsse, welche die Brillanz deutlich beeinflussen – P3 (Piqué)

Schliff von Diamanten ( cut )

Graduierung der Schliffform
very good = sehr gut
good = gut
medium = mittel
unusual/poor = unüblich/gering

Beliebte Schliffformen

Brillant-Schliff - die bekannteste Schliffform des Diamanten
Emerald-Cut - Ein als Achteck geschliffener Diamant
Herz - Ein als Herzform geschliffener Diamant
Princess - Ein Carrée im brillantierten Princess-Schliff

Physikalische Eigenschaften :

Chem. Zusammensetzung:
reiner Kohlenstoff
Chem. Form.: C
Härte: 10
Dichte: 3,5 - 3,55
Kristallsystem: kubisch
Lichtbrechung: einfachbrechend
Brechungsindex: 2,417-2,418

wichtige Fundstellen:

Südwestafrika
Südafrika
Australien
Russland
Indien

Berühmte Diamanten

Cape
Dieser 167-karätige kanariengelbe Kristall wurde in der Dutoitspan Mine, Kirnberley, Südafrika, gefunden und gilt als einer der perfektest geformten Diamantoktaeder, die es gibt. Sein Besitzer ist die Diamond Corporation Ltd.

Taylor-Burton-Diamant(Cartier Diamant)
Einen 1966 in der Premier-Mine, Südafrika, gefundenen Rohdiamanten von 240,80 Karat, den Mr. Harry Winston, ein New Yorker Edelsteinhändler, erwarb und unter anderem einen birnenförmigen 64,42-karätigen Diamanten daraus schleifen ließ, verkaufte er 1967 für eine nicht genannte Summe an Mrs. Walter Ames. Bei der Parke Bernet Galerie in New York, ei nem Versteigerungshaus, wurde 1969 dieser Diamant dann von Cartier, New York, fÜr 1.050.000 US Dollar erworben. Dieser Diamant, auch Cartier-Diamant genannt, wurde bereits am nächsten Tag für eine ebenfalls nicht genannte Summe an den englischen Schauspieler Richarc Burton verkauft. Da ihn Burton seiner Frau Elisabeth Taylor schenkte, wurde der Stein ab diesem Zeitpunkt Taylor-Burton-Diamant genannt. Die restlichen aus diesem Rohstein stammenden Steine sind nicht bekannt.

Tiffany
Der Tiffany ist der größte und schönste kanarlengelbe Diamant auf der Welt. Er ist nicht nur einzigartig unter den gelben Diamanten wegen seiner Reinheit und Größe, sondern auch, weil er seine sagenhafte Farbe unter künstlichem Licht beibehält. Gefunden wurde er 1878 in der historischen Kimberley-Mine in Südafrika; sein Rohgewicht betrug 287,42 Karat. Die Besitzer der Mine waren die Gebrüder de Beers. Die berühmte Juwelenfirma Tiffany & Co., New York, erwarb den Stein sofort und brachte ihn nach Paris, wo man ihn unter Aufsicht des Gemmologen Dr. George Frederick Kunz, nachdem man ihn ein ganzes Jahr studiert hatte, zu einem 128,51-karätigen kissenförmigen Diamanten schliff. Der relativ hohen Anzahl von 90 Facetten, mit denen man den Stein versehen hatte (40 am Oberteil + Tafel + Kalette), ist es zuzuschreiben, daß der Stein ein unvergleichliches Feuer und eine sagenhafte Brillanz zutage bringt. Der ungefaßte Stein wurde auf folgenden Ausstellungen gezeigt.

1893 auf der Chicagoer Columbian Exhibition
1901 auf der Pan American Exhibition in Buffalo und
1933 in Chicago auf der Century of Progress.

Ca. 1886 war der Tiffany-Diamant kurzzeitig in einem Schmuckstück verarbeitet. Liebhaber kostbarer Edelsteine können diesen Diamanten nun täglich in der Juwelenfirma Tiffany & Co in New York besichtigen.